Kundenerfahrungen

Bianca und Wilma

Raimund, ich bin ein Fan von dir und deiner fantastischen Arbeit!!! 😀 Du konntest mir und meiner wundervollen Wilma bei unserem Verladeproblem helfen! Und das nur bei einem Treffen...Wahnsinn.. Bisher brauchten wir mehrere Leute zur Hilfe um Wilma zu ĂŒberzeugen in den HĂ€nger zu steigen. Wir haben alles mögliche ausprobiert, es zwar meist nach einer Stunde geschafft, doch immer mit einem völlig gestressten und unglĂŒcklichem GefĂŒhl, fĂŒr Wilma und mich.😔 Und dann immer diese Sorge, was ist wenn wir mal ganz schnell in die Klinik mĂŒssen....😟😩 Und dann kamst du RaimundđŸ€ , mit deiner ruhigen und entspannten Art und dieser Sicherheit in dir. Wilma und ich ganz interessiert und Erwartungsvoll was nun passiert. Wilma kommunizierte dir ihre LösungsvorschlĂ€ge und Erfahrungen und du konntest ihr deutlich machen wie es ganz ohne Stress gehen kann. Und plötzlich stand sie drin. Ging raus, ging wieder rein und wieder raus,... Und dann auch mit mir. Sie war bereits so gefestigt, dass sie mir direkt zeigte wie es funktioniert. Die große HĂŒrde ist genommen!!!😃 Ich habe fĂŒr die nĂ€chste Zeit ein paar Hausaufgaben bekommen, um es zu vervollstĂ€ndigen und fĂŒhle mich gestĂ€rkt und irgendwie sogar beflĂŒgelt! Wilma und ich sind zufrieden und sehr Dankbar!!! 😊 Vielen Dank Raimund!!!!


Vielen Dank liebe Bianca.

Du hast ein tolles Pferd, was uns gezeigt hat, was sie genau stört und sie daran hindert auch wieder langsam aus dem HÀnger herauszulaufen. Es sehr mutiges Pferd, was selbst beschlossen hat in den HÀnger zu gehen, damit wir das Problem sehen können!

Auch ich habe wieder etwas dazugelernt! Danke!

30.10.2017

Zoe und Caluna

Zoe und Caluna - Foto; Zoe Kallin-Guillory
Zoe und Caluna - Foto; Zoe Kallin-Guillory

In kĂŒrzester Zeit hast du mir beigebracht und gezeigt...
‱ Emotionen wieder zu fĂŒhlen und sie zuzulassen.
‱ dass man nicht das Pferd bekommt, das man sich wĂŒnscht, sondern das, was man verdient.
‱ dass wir beide Prinzessinnen sind - du mehr als ich. Zoe und Caluna - Foto; Zoe Kallin-Guillory🙄
‱ wir beide unglaublich gerne diskutieren, und das auch miteinander, und Dinge, die fĂŒr uns keinen Sinn machen, einfach nicht tun.
‱ wir gleichermaßen unter Druck dicht machen und flĂŒchten.
‱ zuzuhören, zu lesen, zu hören, Intuition.
‱ wir gleichermaßen hochsensibel sind und viele Dinge spiegeln und aufsaugen.
‱ uns das Essen an einem Tag schmeckt, es nĂ€chste Woche aber schon ganz anders aussehen kann... egal, ob der Eimer 60€ gekostet hat. Zoe und Caluna - Foto; Zoe Kallin-Guillory🙄
‱ Kommunikation das A und O ist.
‱ mit viel Geduld, EinfĂŒhlungsvermögen und Toleranz viel mehr klappt als mit Frust, Druck und Erwartungen.
‱ von der Weide holen nicht schlimm ist und man sogar freudig auf den Menschen zu laufen kann.
‱ man auch mit einer gewissen Sanftheit konsequent sein kann.

Was fĂŒr ein Geschenk, dieses Pferd. Mit allen Fehlern. Allen Macken.

Ohne den besten Horsemanship Trainer hĂ€tte ich das nie geschafft und wĂ€re nicht so weit, wie ich heute bin. Ohne jemanden, der mir die Augen geöffnet hat und nicht nur mit meinem Pferd sondern auch mit mir und an mir arbeitet wĂŒrde ich viele Dinge nicht so offen sehen, wie es heute der Fall ist. Und das Beste ist, wir haben gerade erst begonnen; gerade erst die OberflĂ€che angekratzt und es ist schon so aufregend und so lehrreich. Ich bin so gespannt, was du mir noch zu zeigen hast.


Vielen Dank Zoe fĂŒr das schöne Kompliment.

Ohne die gute Zusammenarbeit und deine gute Mitarbeit, wÀre das nicht möglich gewesen.

Okt. 2017

Jeannette und Barry

Jeannette und Barry - Foto Jeannette Heisig
Jeannette und Barry - Foto Jeannette Heisig

 

Letztes Jahr hatte ich ein paar Trainingseinheiten mit Jeannette und Barry. Barry ist ein Tinker, der nicht der Meinung war, das Menschen in seinem Leben sonderlich wichtig sind. Er hat Menschen akzeptiert, solange es nicht zu viel war. Zuviel hieß insbesondere zu viel Druck. Dazu kam, dass er eher ein unsicheres Pferd war und er die NĂ€he seiner Herde schon sehr mochte. Ich hatte den Eindruck, dass beide auf einem guten Weg waren, denn Barry hat sich schon damals durchaus an Jeannette orientiert. Eine Verbindung war da 
.

 

Durch schlechtes Wetter, Krankheit und einen Stallwechsel gab es eine lÀngere Trainingspause.

 

Als ich dann ĂŒber Facebook eine Ebay- Verkaufsanzeige fĂŒr Barry sah, nahm ich Kontakt zu der Besitzerin Jeannette auf. Es fĂŒhlte sich fĂŒr mich sehr komisch, einfach nicht „richtig“ an, denn trotz aller Probleme erschienen mir die beiden doch ein gutes Team zu sein.

Auf meine Nachfrage hin vereinbarten wir einen Termin, um die doch recht verzweifelte Jeannette und ihren Barry zu besuchen und mal zu schauen, was eigentlich das Thema ist.

Einer Idee folgend nahm ich hierzu Astrid Silbermann (auf FB: Healing Energy) mit, um vielleicht noch ein paar andere Aspekte, eine andere Meinung zu der vermeintlich schwierigen Situation, zu haben.

Auf dem Hof eingetroffen begegnete uns eine total unglĂŒckliche Besitzerin und ein deutlich verunsichertes Pferd. Barry spĂŒrte eindeutig, das „etwas los war“ und auch Astrid spĂŒrte, dass dieses Pferd gerade sehr angespannt war.

Astrid nahm deutlich war, dass er spĂŒrte das sein Bleiben bei Jeannette ungewiss war, da er ihren inneren Abstand spĂŒrte.

 

Jeannette erklĂ€rte uns die Situation. Sie konnte ihr Pferd kaum noch vom Paddock zum Stall fĂŒhren. Im Round Pen war es auch 
 nicht sehr schön und reiterlich eher schwierig, da sich auch hier die Wege schon mal getrennt haben. Insgesamt also eine Situation, die sich niemand wĂŒnscht, der eigentlich Entspannung beim Pferd sucht.

Entstanden durch viele UmstĂ€nde, viele Meinungen, Stress und Ängste die dazu fĂŒhren, das wir die ObjektivitĂ€t und den realistischen Blick fĂŒr das eigene Pferd zeitweilig verlieren können. Das kann schon unter massiven EinflĂŒssen von außen passieren.

 

Wir haben uns das Paar im Round Pen angesehen und erst mal beobachtet, was sie denn so „normalerweise“ machen. Es sah sehr angespannt aus – sicher auch, weil wir beide da waren – aber auch sehr minimiert. Ein wenig Schritt, ein wenig Trab 
 ein sehr minimiertes Pflichtprogramm.

 

Selbst die Erwartungen die sie an ihn hat, zum Beispiel dass er zu ihr in die Mitte kommt, hat er eindeutig abgelehnt. Erst als sie diese Erwartung das er kommt los gelassen hat, kam er in die Mitte!! Feines Pferd! Ein klarer Hinweis, das Erwartungen beim Pferd, bei diesem Pferd, schon Druck bedeuten den er wahrnimmt.

 

Auch Astrid stellt fest, dass es sich das Pflichtprogramm sehr angespannt und langweilig anfĂŒhlt.

 

Ich gab beiden ein wenig den Impuls spielerischer in die Kommunikation zu gehen. Nachdem ich dann ein bisschen mit Barry gespielt habe und Astrid mich ausbremsen musste (hĂŒsteln), weil es mir soviel Spaß gemacht hat, war dann Jeannette dran.

Es hat ihr sichtlich MĂŒhe bereitet einen Anfang zu finden, aber dann ließ sie alle bedenken fallen und bewegte sich mit ihrem Pferd intuitiv durch den Round Pen. Trab, Galopp, Richtungswechsel, mal langsamer und mal schneller 
 es hat beiden Spaß gemacht!

 

Plötzlich verÀnderten sich die beide. Es entstand eine echte Verbindung und als Astrid Jeannette dann fragte, wie es mit ihrer Verkaufs- Entscheidung nun aussieht, war verkaufen keine Option mehr. FreudentrÀnen flossen beim Menschen und das Pferd entspannte sich.

Astrid stellte zu diesem Zeitpunkt die bei Barry anfĂ€nglich vorhandene Unsicherheit nicht mehr fest. Nun war klar war, dass seine „Menschin“ zu ihm hĂ€lt.

 

Fazit: Jeannette war sich eigentlich immer sicher, dass ihr Pferd nicht gefĂ€hrlich und auch nicht wirklich schwierig ist. Sie hat sich durch die Meinung anderer Menschen und Trainer von ihrem Weg mit ihrem Pferd abbringen lassen. Fehler sind dazu da gemacht zu werden. Wichtig ist, dass Fehler rechtzeitig erkannt werden, damit ein Richtungswechsel durchgefĂŒhrt werden kann.

Zwei Schritte zurĂŒck 
 und in eine andere Richtung gemeinsam weitergehen!

Erwartungen reduzieren, mehr im Jetzt Spaß und Freude gemeinsam mit dem Pferd genießen!

 

Astrid und Ich kommen gerne auch zu dir, wenn du dir mit deinem Pferd unsicher bist, Schwierigkeiten hast, nicht weißt ob ihr gerade auf eurem Weg seid, das GefĂŒhl hast gerade mit deinem Pferd keine Verbindung zu haben oder einfach nur einmal eine andere Meinung haben möchtest.

 

Vielen Dank fĂŒr die schöne Zusammenarbeit mit Healing Energy (auch auf FB zu finden) und Danke an Jeannette fĂŒr das schöne Bild von euch beiden.

Ruth und Kaziah

Foto: Ruth und Kaziah (c)
Foto: Ruth und Kaziah (c)

Hallo,
mit meinem Beitrag möchte ich meine Erfahrungen mit euch teilen – wie es ist, Angst vor dem Reiten zu haben und wie es sich anfĂŒhlt, diese loszuwerden. :-)

Bei mir fing alles mit einem Unfall im Mai 2016 an, an dem das Pferd (nicht mein eigenes, „lediglich“ RB) keinerlei Schuld traf. Ich hab einfach nicht aufgepasst, es war saudĂ€mlich: Beim Aufsteigen habe ich eine Trittleiter benutzt und mich vor dem Draufsteigen nicht versichert, dass die Leiter sicher stand. Der Boden war uneben und so kippte die Leiter weg, als ich das zweite Bein vom Boden hob. Es ging alles irre schnell, mein linkes Bein knickte weg ich sackte sofort zusammen und lag halb neben, halb vor dem Pferd. Kaziah blieb einfach nur stehen und schaute von oben auf mich herunter. Zum GlĂŒck war die Besitzerin dabei, sie fĂŒhrte Kaziah ein StĂŒckchen weg und rief den Krankenwagen. Solche Schmerzen hatte ich noch nie. Ich erspare euch weitere Einzelheiten und komme gleich zum Endergebnis: Ich hatte diverse BĂ€nder im Knie gerissen bzw. angerissen. Der Radiologe, der ein MRT von dem Knie machte meinte nur: „Wow, sowas hab ich auch noch nie gesehen!“ – Ein Satz, den man von einem Arzt in keiner Situation hören möchte. Nunja. Es folge eine langwierige Heilungs- und Wiederaufbauphase, ĂŒber ein halbes Jahr Krankengymnastik. Danach war mein linkes Bein noch immer schwach, seit wir ein Heimergometer gekauft haben, wird es immer besser. Heute merke ich kaum noch Defizite.

Dieser Unfall jedenfalls hat mich sehr verunsichert, in mehrerlei Hinsicht. ZunĂ€chst vertraute ich meinem Bein nicht mehr; eine Übung wie Trampolinspringen löste tatsĂ€chlich Angst in mir aus; vor meinem inneren Auge knickte bei der Landung mein linkes Bein wieder weg und ich wĂŒrde die ganze Geschichte erneut erleben. Ist natĂŒrlich nie passiert! Je krĂ€ftiger mein Bein wurde, desto mehr kam meine Sicherheit diesbezĂŒglich zurĂŒck.
Die andere, noch viel grĂ¶ĂŸere Unsicherheit, betraf das Reiten. Obwohl mein Unfall nichts mit dem Pferd und dem Reiten zu tun hatte, außer dass ich ebendies eigentlich vorhatte bevor es zu dem UnglĂŒck kam, machte mir das Aufsteigen und Reiten enorme Angst. Ich habe eine rege Phantasie; vor meinem inneren Auge wĂŒrde das Pferd lossprinten/bocken, sobald es etwas gruselig finden wĂŒrde, etwa ein Rascheln im GebĂŒsch oder zu tief fliegende Vögel.
Kaziah hat mir noch NIE einen Anlass gegeben, vor ihr Angst zu haben oder mich unsicher zu fĂŒhlen. Das alles fand „lediglich“ auf meiner GefĂŒhlsebene statt. Ich lag schon mit dem Kopf direkt vor ihren Hufen beim Spazierengehen, weil mich ihr Fohlen umgenietet hatte (hat ne Kurve im vollen Galopp nicht mehr gekriegt, sind beide auf die Schnauze geflogen ^^). Sie stand nur da und schaute auf mich herunter.
Man muss dazu sagen, der Unfall ereignete sich, als ich das schĂ€tzungsweise 3. Mal ĂŒberhaupt auf Kaziah reiten wollte. Wir haben uns vorher 1 Jahr lang vom Boden aus kennen gelernt (BA, spazieren, ..), sie war noch nicht eingeritten (11 Jahre alt). Dann hatte ich ĂŒber den Sommer hinweg verletzungsbedingt Reitpause, nach einigen Wochen konnte ich aber, wenn auch eingeschrĂ€nkt, wieder ein bisschen BA mit ihr machen.
Mein Bein war zwar wieder beweglich, aber noch schwach, als ich zum ersten Mal wieder aufstieg. Mein Herz raste. Vor meinem inneren Auge wĂŒrde ich binnen Minuten von ihr abgeworfen werden. Warum?! Keine Ahnung. Sie ist so ein braves und liebes Pferd und mein Verstand wusste das auch. Dennoch. Herzrasen. Wir wurden im Schritt gefĂŒhrt! Ich hatte trotzdem immense Angst. Sie ist aber auch ein sehr sensibles Pferd, das die Stimmung des Menschen sehr schnell annimmt. Dementsprechend war sie auch flott unterwegs und unentspannt. Ich atmete ganz bewusst und langsam ein und aus und versuchte, meine Anspannung abzubauen. Nach ein paar Runden, in denen ich die Gedanken schweifen ließ und ĂŒber alles Mögliche nachdachte, außer darĂŒber, dass ich gerade auf einem Pferd saß, beruhigte ich mich weitestgehend. Ich war dennoch froh, endlich wieder heil absteigen zu können. So ging das einige Male, ich wurde zunĂ€chst im GelĂ€nde gefĂŒhrt, dann „hing“ meine Begleitung nur noch mit einigen Metern Abstand am Seil und ging hinter uns her. Vor dem Loslassen hatte ich immense Angst, es lief ganz gut soweit und dann hieß es „nĂ€chstes Mal reitet ihr dann alleine!“ (also nicht ganz alleine sondern ohne dass sie gefĂŒhrt wird). Das hat mich dermaßen gestresst
 ich hab mir richtig Sorgen gemacht vor dem nĂ€chsten Mal. Es kam dann doch anders; wir vereinbarten, ich wĂŒrde wĂ€hrend dem „Ausritt“ das OK geben wenn sie loslassen könne. Da wir aber mit zwei Pferden (und drei Menschen) unterwegs waren und die Mitreiterin Hilfe benötigte (die Beiden waren zum ersten Mal auf Graswegen unterwegs und es handelt sich um ein SEHR verfressenes Pony^^), „musste“ ich spontan doch losgelassen werden. Das stellte aber kein Problem dar, Kaziah passte sich wunderbar dem langsamen Tempo unserer pferdischen Begleitung an und nach wenigen Metern verschwand wie von Zauberhand meine Aufregung – und Kaziah nahm den Kopf runter und lief tiefenentspannt. Wir haben festgestellt, dass mit Pferdebegleitung alles gleich viel entspannter ist (wer hĂ€tte es gedacht  ). So tasteten wir uns langsam voran, von nun an immer mit einem anderen Pferd dabei. Die Besitzerin leiht sich seither ein Pferd von einem anderen Einsteller dort und wir reiten gemeinsam aus. Shadow (das andere Pferd) ist ein super Ruhepol und Kaziah kann sich gut an ihm orientieren, wenn mal etwas aufregend ist und sie Angst bekommt. Ich kann mir nie erklĂ€ren, wie das vonstatten geht wenn ich meine Angst verliere, aber auch hier war es so, nach dem 3. oder 4. gemeinsamen Ausritt, war meine Aufregung wie weggefegt, als sich Kaziah aufregte auf dem Heimweg (das macht sie oft, wir arbeiten daran  ). Zuvor wurde dann auch ich nervös, was es logischerweise fĂŒr dieses sehr sensible Pferd nicht besser machte – ist der Reiter nervös, wird auch sie sofort hektisch. Diese NervositĂ€t war aufeinmal einfach weg. Seither meistere ich jede neue Herausforderung. Das erste mal Traben? ZunĂ€chst war ich leicht nervös, dann habe ich tief durchgeatmet und mir vor Augen gehalten, was ich fĂŒr ein tolles Pony unter mir habe. Und los ging’s. Nach dem ersten Trab war das Grinsen nicht mehr aus meinem Gesicht zu bekommen. ZunĂ€chst trabten wir hinter Shadow her, nach kurzer Zeit trabten wir ruhig vorneweg. Kein Problem. Ich weiß, dass ich ihr vertrauen kann und sie immer anhalten kann wenn nötig. Ist aber nicht nötig  Wir sind ein prima Team geworden, das zusammen immer Neues erlebt und sich neuen Herausforderungen stellt. Ich habe manchmal das GefĂŒhl, wir achten aufeinander. Ich passe auf sie auf und sie auf mich, wenn ich einmal ihre Hilfe brauche. Ich vertraue ihr (endlich).
Heute sind wir das erste Mal zusammen galoppiert. Ich kann euch sagen! War das ein GefĂŒhl
Kaziah war völlig ruhig und flog dabei zugleich nur so ĂŒber den Weg. Ich ließ mir den Wind um die Nase wehen, fĂŒhlte mich so leicht, frei und unbeschwert wie noch nie. Ich genoss es einfach nur. 100% Vertrauen, nicht eine Sekunde Zögern oder Angst. Es war perfekt.

Verena und Moony

Foto: Verena Heiland
Foto: Verena Heiland

Eigentlich war Moonys und mein Start im September 2015 gut. Eigentlich hat er alles gemacht, was ich ihm beigebracht habe. Eigentlich ging er ĂŒberall mit mir hin. Eigentlich konnte ich ihn reiten. Eigentlich.....

Aber irgendwas hakte... immer mehr, so dass ich mich im August 2016 entschloss, mit dem Reiten vorerst aufzuhören. Er fing an mir zu zeigen, dass er es nicht will. Nicht so, wie es zwischen uns war. Wo ich doch dachte es sei alles gut. Dabei hab ich ihm nie zugehört, hab nie auf ihn gehört und geachtet. So wurde er immer deutlicher, weil ich ja einfach nicht hingehört habe, weil ich es nicht konnte. Ich habe gewusst es stimmt etwas nicht, aber ich konnte es nicht packen. Mit Zwang ließ sich nichts erreichen, obwohl von vielen Seiten angeraten. Auf den richtigen Weg fĂŒr mein Pferd brachte mich ein online Kurs, auch mit anderen Pferdemenschen hatte ich Kontakt, die mir immer weiter auf den richtigen Weg halfen. An dieser Stelle möchte ich mich auch bei diesen Menschen bedanken. Sofern sie mitlesen werden sie wissen, dass sie gemeint sind.

Trotzdem fehlte immer noch etwas. Dass ich das "Problem" bin, war mir seit Monaten bewusst, nur was? Was war es? Es geht hierbei noch nicht mal um das reiten. "Nur" darum, dass mein Pferd gern mit mir zusammen ist. Es wollte einfach nicht klappen, dabei liebe ich mein Pferd doch?

Dann, Mitte MĂ€rz, ereignete sich etwas in meinem Leben. Ich möchte das nicht nĂ€her ausfĂŒhren, weil es sehr privat ist. Es hat mit meinen Eltern zu tun. Lange heruntergeschluckte Sachen kamen zutage, ich traf eine Entscheidung, die alles Ă€nderte, die mich anfing zu Ă€ndern. Durch mein geĂ€ndertes Verhalten begann alles sich zu bewegen. In dieser Zeit stieß ich auf Raimund. Auf seiner Seite war ich schon lĂ€nger, habe aber nie mitgelesen, bis mir ein Beitrag auf seiner Seite auffiel, von jemanden, den er online begleitet. Ich erhoffte mir ein paar weitere Tipps auf meinem Weg und schrieb ihn an. Wir haben uns ausgetauscht. Schriftlich und auch knapp 2 Stunden am Telefon. Gar nicht in erster Linie ĂŒber mein Pferd, vielmehr ĂŒber mich, meine jetzige Lebenssituation und was diese ganzen Jahre mit mir gemacht haben. Über mein Denken und FĂŒhlen. Ich hörte keinerlei VorwĂŒrfe von ihm, was ich denn nun alles falsch gemacht habe. Er brachte mich zum Umdenken und das hat meine ganze Familie in Bewegung gebracht. Im positiven Sinne. Das ist alles noch ein langer Weg und da ist noch so viel was ich lernen kann. Aber der Anfang ist gemacht.

Ach ja, und natĂŒrlich gehört auch mein Pferd zu unserer Familie, so hat es sich auch mit bewegt als Teil dessen. Der Weg zu mir selbst brachte mich zu meinem Pferd. Ich konnte endlich Verantwortung ĂŒbernehmen und ihm die Sicherheit geben, die er braucht. Ohne viel Nachdenkerei, einfach durch Handeln. Und nun ist alles anders. Moony folgt mir nun gern. Es ist unfassbar was die Worte und UnterstĂŒtzung eines Menschen bewirken können, wenn er den richtigen Ton trifft und sich auch wirklich den Menschen des Pferdes einmal anguckt und sich mit ihm beschĂ€ftigt. Ich möchte dir dafĂŒr herzlich danken Raimund. So ist der Weg zurĂŒck in den Sattel nun fĂŒr mich möglich. Diese Basis w

ollte ich mit meinem Pferd. Sicher wird jetzt nichts ĂŒberstĂŒrzt, aber es ist wie ich allen
Zweiflern immer gesagt habe. Lasst es mich auf meine Art versuchen. Anders wird es nicht gehen. Aus vielen Wegen den eigenen finden...

Ich möchte noch betonen, dass Moony und ich seit Mitte MĂ€rz nichts zusammen gearbeitet oder trainiert haben, weil meine Zeit es nicht zuließ und er sich dann auch noch verletzt hatte. Also keine spezielle Methode oder irgendetwas. Einfach aus mir selbst heraus kam es. Ich kann es immer noch nicht glauben.

Also Raimund, ich danke dir nochmal aus ganzem Herzen, dass du dich in so einer Weise auf mich und Moony eingelassen hast und hoffe, dass du Moony und mich auch weiterhin begleitest.

Deine Verena Heiland

Sabrina und Micky (Namen geÀndert)

Foto: Raimund Kniffki
Foto: Raimund Kniffki

Liebe Pferdefreunde,

Heute bekam ich eine Nachricht von einer Frau, die ich mit ihrem Pferd seit fast einem halben Jahr Online begleite.
Die Erfolge, die sich nunmehr einstellen, freuen mich sehr und ich bat sie den Verlauf der Geschichte mit ihrem Pferd aufzuschreiben, um anderen Menschen ein wenig Mut zu machen den bisher bekannten Weg zu verlassen und den eigenen Weg zu gehen!

Sie tat es, möchte aber anonym bleiben, so dass ich diese Geschichte in ihrem Auftrag veröffentlichen darf!

Ich kommentiere es nicht weiter und sage DANKE dafĂŒr das du es aufgeschrieben hast!

 

 


Hier meine Geschichte:

Alles begann im April 2015 – ich kaufte mir einen 3 jĂ€hrigen Wallach den ich im Stall stehen sah und mein Herz sofort sagte: „Ja er oder keiner“. Ich konnte ihn nicht Probereiten da er an einem Stall stand, wo keine Reitmöglichkeit bestand. Auf einem Video des ZĂŒchters konnte ich aber sehen, das er unterm Sattel super lieb war (wie das immer so ist mit den Videos). Ich reite schon sehr lange, was ich nur nicht so bedacht habe, war das ich ja nun nicht mehr die JĂŒngste bin und damit begannen auch schon die Probleme.
Am Stall angekommen, hat sich als erstes eine Bereiterin drauf gesetzt, damit ich schauen kann ob ich weiter machen kann. Was passierte? Er setzte sie ab und die Bereiterin setzte sich dann auch nicht mehr drauf. Na toll, und was mache ich jetzt?
Er ging dann in Beritt, denn ich wusste das ich ihm nicht die Sicherheit geben konnte die er brauchte. Der Beritt verlief allgemein ganz gut aber auch dort setzte er den Bereiter hier und da mal in den Dreck. Nach dem Beritt kam dann eine Trainerin zu uns an den Stall und machte weiter. Ich fĂŒhlte mich noch immer nicht all dem gewachsen, denn ich hatte ja derweilen auch schon einiges von dem gesehen, zu was er fĂ€hig war und in meinem Alter (47 Jahre) hat man schon mal mehr Kopf-Kino. Ich malte mir die schlimmsten Dinge aus die passieren könnten wenn er mich absetzt. Als dann auch noch meine Trainerin auswanderte war ich dann ganz allein auf mich gestellt. Eigentlich fand ich das gut, da ich jetzt keine Ausrede mehr hatte selber nicht zu reiten.
 
Gesagt getan!! Ich saß zwar hier und da mal drauf als meine Trainerin dabei war und es ging auch ganz gut aber als sie dann weg war und ich das erste Mal auf mich alleine gestellt war, ist es passiert. Wir gingen im Schritt durch die Halle (er war völlig entspannt) und plötzlich schoss er los.  Ich konnte ihn nicht mehr halten, nicht abbiegen oder sonst was. Dann fing er an zu buckeln und ich flog in hohem Bogen gegen die Hallenwand
. Sogar die Holzwand war eingedrĂŒckt, mit so einer Wucht bin ich dagegen geknallt. Zum GlĂŒck ist nicht viel passiert, außer das mein Fuß weh tat und ich einige Prellungen hatte, die ich aber erst am nĂ€chsten Tag so richtig zu spĂŒren bekam. Ich bin aber sofort wieder rauf gegangen, keine Ahnung warum. Wahrscheinlich war es das Adrenalin das mich dazu getrieben hat. Ab da ging es nur noch abwĂ€rts. Ich bekam Panik wenn ich nur dran gedacht habe mich auf’s Pferd zu setzten. Im BĂŒro hatte ich schon schweißnasse HĂ€nde. Ich war um keine Ausrede verlegen warum ich heute nicht reiten könne. Wetter, Wind, kalt, warm, zu wenig Schlaf etc. mir viel einfach alles ein und war gleichzeitig total verzweifelt. Gedanke wie: „ soll ich Ihn doch wieder verkaufen waren da gar nicht weit weg, denn mir war ja mein Leben lieb, aber mein Hobby, mein Pferd auch“.

Im Stall fragen dann ja immer alle: „Und, heute wieder nicht reiten? Der muss was tun, damit der nicht auf dumme Gedanke kommt! 
 usw.“. Man, das war echt Ă€tzend und setzte mich nur noch mehr unter Druck. Trotzdem habe ich auf mein BauchgefĂŒhl gehört und habe dann mit Bodenarbeit begonnen. Von der Bodenarbeit zur Freiarbeit und ich sage euch, niemals in meinem Leben hĂ€tte ich mir nur zu trĂ€umen gewagt was da mit mir und meiner Einstellung zu Pferden passierte. Das Vertrauen was man aufbaut, das Kennenlernen zwischen Mensch und Pferd ist einfach gigantisch. Ich war immer ein Reiter, wie es glaube ich viele sind – rauf auf’s Pferd, reiten und wieder runter!

Wir haben es durch diese Arbeit gemeinsam geschafft einen Weg zu finden miteinander zu kommunizieren. Wenn ich heute vom Stall weg fahren, vermisse ich ihn auch schon wieder. Diese Verbindung ist einfach einmalig. Trotzdem ist es alles noch was anderes, wenn man im Sattel sitzt und meine Angst ging und ging einfach nicht weg. Bin dann zufĂ€llig auf die Seite „Horse-Human-Harmonie“ gestoßen. Raimund Kniffki hatte einen Bericht dort ĂŒber Pferde-Ängste rein gestellt. Habe ihn dann einfach mal angeschrieben und mir alles von der Seele gequatscht und ich kann nur sagen, das er mir wirklich sehr geholfen hat. Immer wieder hat er mich in meinem Tun oder auch Nicht-tun bestĂ€rkt und wie wir am Besten in ganz kleinen Schritten weiter machen sollen. Ich bin dann erst mal Wochen, ach was erzĂ€hle ich da, monatelang im Schritt geritten. Am Stall haben mich natĂŒrlich alle belĂ€chelt – war ja klar – und auch bei der Bodenarbeit kamen nur komisch Blicke rĂŒber, so nach dem Motto „was soll das alles, die soll sich doch einfach nur auf den Gaul schwingen“. Ich habe aber weiter nach meinem BauchgefĂŒhl gehandelt und den Tipps von Raimund.

Ein Zitat von Raimund war:
„Der Schritt ist der König der Gangarten ..,. was du dir im Schritt erarbeitest und gefestigt hast, musst du im Trab und Galopp nicht nochmal erarbeiten ... von daher kann ich dir nur empfehlen: Mach weiter so! Die spĂ€teren Erfolge werden den zeitlichen Verlust mindestens wieder gut machen!!"

Also gut dachte ich, weiter machen. So und heute, keine 3 Monate spĂ€ter, sind wir in allen 3 Gangarten unterwegs. Und sogar noch mehr. Er schenkt mir alles, wirklich alles, einfach so. Spielerisch haben wir die Piaffe geĂŒbt, sie ist zwar nicht perfekt, aber er gibt sie mir aus Spaß ohne Druck einfach nur um mir zu gefallen. Der erste Versuch rĂŒckwĂ€rts zu richten war perfekt, er hat es einfach gemacht, auf kleinste Hilfen, als wenn er sich Nachts ein Dressurbuch durchgelesen hat. Ich habe so was noch nie erlebt.
Dann das NĂ€chste: Wir galoppieren noch nicht so lange. Höchstens eine Runde oder ein paar SprĂŒnge. Aber auch da: Wir galoppieren und ich denke nur an „komm doch mal kurz zurĂŒck auf die Hinterhand“ und was passiert?
Er galoppiert  fast  auf der Stelle und daraus sofort wieder raus in den normalen Galopp. Ich war platt und kann es immer noch nicht fassen, wie es sich alles entwickelt hat. Mittlerweile bin ich davon ĂŒberzeugt, das nur die ganze Schrittarbeit uns dahin gebracht hat
 eine andere ErklĂ€rung habe ich da ansonsten nicht .

Ich liebe dieses Pferd ĂŒber alles und bin sooooo froh nicht aufgegeben zu haben
 hier auch nochmal ein ganz dickes DANKE SCHÖN an Horse-Human-Harmonie, der immer fĂŒr einen da ist, wenn man nicht mehr weiter weiß. Eigentlich will ich auch nur damit  sagen, das man nicht aufgeben und wirklich nur auf sein BauchgefĂŒhl hören sollte
.. ganz egal was alle anderen am Stall sagen. Gerade wenn man Angst hat ist es wichtig in ganz kleinen Schritten weiter zu machen und vor allem hat uns genau das heute so weit gebracht und bin so stolz auf meinen Dicken. Wie sich das alles in Zukunft entwickeln wird, weiß ich natĂŒrlich nicht, aber ich weiß, dass wir ein unschlagbares Team sind, egal in welche Richtung es mit uns gehen wird.
 
Gib niemals auf und vor allem nicht dein Pferd, das kann ich an dieser Stelle nur jedem mit auf den Weg geben. Hört auf euer BauchgefĂŒhl und gebt dem Pferd eine Chance, dann wird am Ende alles gut.

*************
Vielen Dank, dass du diese Geschichte mit uns teilst!

Horse-Human-Harmonie, 14.02.2017